Württembergischer Schützenverband 1850 e.V.

MedaillengewinnerVom 12.-14.07.2019 fand die Deutsche Meisterschaft im Target Sprint im thüringischen Suhl statt. Bei teilweise schwierigen und sich ständig wechselnden Wetterverhältnissen von warm bis kalt und trocken bis Starkregen waren die Bedingungen für die Athletinnen und Athleten nicht einfach und doch kehrten unsere WSV Sportler mit 3x Gold, 1x Silber und 1x Bronze nach Hause zurück.

Dominik Hermle vom SC Gosheim zeigte einen überragenden Wettkampf bei den Herren I. Schon als Vorkampfbester ging er ins Finale und unterstrich hier erneut seine starke Form. Knapp sieben Sekunden Vorsprung brachten ihm den Deutschen Meistertitel ein. Den starken Regen verbuchte er für sich sogar als Vorteil und lief einfach noch schneller, denn wenn man Dominik fragt, so war die Medaille fest in seinem Plan: „Ich will bei den Sommerbiathlon-Wettbewerben insgesamt fünf Medaillen gewinnen, das war die erste“, sagt der 23-jährige selbst und wir sind gespannt und freuen uns auf die restliche Saison.

Ebenso ganz oben auf dem Podest stand Nick Nadler vom Schützenverein Bondorf 1928 e.V. und sicherte sich so den Titel bei der Jugend männlich. Nach einem spektakulär knappen Sieg im Vorkampf, wo Nick 00:00,92 min vom Zweiplatzierten trennten, war sein Sieg im Finale deutlicher. Rund sieben Sekunden Vorsprung brachte er ins Ziel und freue sich riesig über Gold.

Die dritte Goldmedaille ging an das württembergische Junioren-Team. Madlen Guggenmos, Nicklas Held und Philipp Mast liefen 45 Sekunden vor der Mannschaft Bayern 2 ins Ziel.

Madlen Guggenmos sicherte sich darüber hinaus im Einzelwettbewerb bei den Juniorinnen die Silbermedaille. 3,87 Sekunden fehlten ihr auf ihre Konkurrentin Edith Buschsieweke aus Bayern und so ging Platz zwei an die Athletin vom DAV Ulm, die damit ihre Medaillensammlung weiter ausbaut.

Bronze gewann Anja Fischer von der SGi Ennetach bei den Damen I. Ihr Rückstand betrug 34 Sekunden auf die Erstplatzierte Kerstin Schmidt aus der Oberpfalz, die nach vier Jahren Silber in Folge nun erstmals ganz oben stand bei der DM Target Sprint.

 

Für die vollständige Ergebnisliste der DM Target Sprint 2019 klicken Sie bitte hier.

 

Wir gratulieren allen Sportlerinnen und Sportlern zu ihren Erfolgen.

(Foto: @Helmut Fischer)

Sobi1 WueM 2019Bei großer Hitze um die 35 Grad Celsius fanden am 22./23.06.2019 in Ulm und Weiden die diesjährigen Württembergischen Meisterschaften im Sommerbiathlon statt. Insgesamt waren bei diesen offenen Meisterschaften knapp 100 Sportler am Start, die in den Disziplinen Sprint und Massenstart mit dem Kleinkaliber- und dem Luftgewehr um die Titel und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft kämpften.
Natürlich stand bei diesen extremen Bedingungen die Gesundheit der Sportler an erster Stelle und so hatten die erfahrenen Veranstalter in Ulm und Weiden mit der Umstellung der Wettkampfreihenfolge dafür gesorgt, dass die Massenstarts – die sogenannten langen Strecken – bereits am Morgen ausgetragen wurden, um der größten Hitze etwas aus dem Weg zu gehen.

Das Maß der Dinge bei den Herren sind derzeit Tobias Giering, Alexander Görzen (beide SSV Starzach) und Dominik Hermle (SC Gosheim). Sie ließen sich von den äußeren Bedingungen nicht beeindrucken und lieferten sich äußerst spannende Wettkämpfe, an deren Ende meist der Starzacher Giering als strahlender Sieger im Ziel stand. Er durfte sich über 3x Gold (Massenstart KK, Sprint LG, Massenstart LG) und 1x Bronze (Sprint KK) freuen. Sein Vereinskollege Görzen schaffte zwar nicht den Sprung nach ganz oben, konnte sich aber über 2x Silber (Sprint KK, Massenstart KK) und 2x Bronze (Sprint LG, Massenstart LG) freuen. Der Gosheimer Hermle sicherte sich im dem KK Gold im Sprint und Bronze im Massenstart, sowie jeweils Silber im Sprint und Massenstart mit dem LG. „Tobias war heute unschlagbar. Ich konnte machen was ich wollte. Ich bin zwar immer knapp vor ihm aus dem Schießstand gelaufen, aber auf der Strecke ist er dann wie ein Schnellzug an mir vorbeigezogen“ so Hermle über den Dreifachsieger Giering.

Ganz so eindeutig war die Sache bei den Damen nicht – wenn man die Plätze hinter der Siegerin anschaut.

Anja Fischer (SGI Ennetach) war in den KK Disziplinen konkurrenzlos und gewann 2x Gold sozusagen im Vorübergehen. In den Disziplinen mit dem LG hatte sie zwar einige Konkurrentinnen, aber denen gab sie keine Chance und sicherte sich auch hier zwei weitere Goldmedaillen. Im Sprint folgten ihr Laura Nagel (SV Frankenhain /Thüringen) auf Platz 2 und Anna Wahls (DAV Ulm) auf Platz 3, und im Massenstart belegten Anna Wahls und Karen Rödel (beide DAV Ulm) die Plätze 2 und 3.

Einen sehr starken Eindruck hinterließ Philipp Mast (SV Bondorf) bei den Junioren, der 4x Gold mit nach Hause nehmen durfte. Er beherrschte seine Konkurrenz an beiden Tagen und lag mit seinen Leistungen auf dem Niveau der Medaillengewinner bei den Herren. Im Sprint KK siegte er vor Jonathan Wohlt (Schützengilde Holzmaden) und Jan Ruggaber (DAV Ulm), die dann im Massenstart die Plätze hinter Mast tauschten. Auch mit dem LG stellte er einen Tag später seine Stärke unter Beweis und verwies seine Konkurrenten Lukas Maier (SV Weiden) und Jan Witt (SV Wolfartsweiler) sowohl im Sprint wie auch im Massenstart jeweils deutlich auf die Plätze 2 und 3.
Den Sprint Titel mit dem KK bei den Juniorinnen sicherte sich Julia Vogler (SC Gosheim) vor Lisa Kohler und Madlen Guggenmos (beide DAV Ulm). Im Massenstart wurden die Plätze getauscht und es siegte Guggenmos vor Kohler und Vogler. Lediglich zwei Sportlerinnen kämpften um die Titel mit dem LG. In beiden Wettbewerben konnte sich dabei Anna Beer (SSV St.Ilgen/Baden) gegen ihre Konkurrentin Silke Fischer (SGI Ennetach) durchsetzen.

Die kompletten Ergebnisse finden sie hier.

 

Sobi2 WueM 2019Sobi3 WueM 2019

//D.Wagner

DSB Wenzl 3Für Jennifer Wenzl ist es die zweite Teilnahme an einem Bogen Weltcup, für Jonathan Vetter sogar die erste. Trotz ihrer Unerfahrenheit haben sich die beiden beachtlich geschlagen. Und für Jennifer Wenzl geht es am Samstag im kleinen Finale um Bronze mit dem Damen Compound Team noch einmal um alles.

Nach der Qualifikation mit 619 Ringen auf Platz 48 gelegen bekam der erst 18-jährige Jonathan Vetter es in der ersten Runde der Elimination mit dem Kanadier Brad Fulsang (Platz 65) zu tun. In nur drei Passen (0:6) setzte er sich gegen diesen dann auch klar durch. Gegen den Weltranglisten Dritten Steve Wijler (Niederlande) sorgte der Debütant dann in der nächsten Runde für einen wahren Paukenschlag. Im Match, in dem Vetter von Beginn an in Führung lag und diese auch fortlaufend verteidigen konnte (2:0, 2:2, 4:2, 5:3), schaffte Wijler erst in der fünften Passe den Ausgleich und erzwang damit ein Stechen.
Doch auch hier zeigte der Ditzinger keinerlei Ängste und bewies seine Klasse, in dem er mit einer besseren Acht das Match für sich entschied.
„Da das jetzt mein erstes Jahr auf 70 Meter ist, fehlt mir natürlich noch Erfahrung, aber ich denke, sobald ich zwei Jahre auf dieser Distanz bin, ist das auch vorüber. Mit dem Sieg über Wijler bin ich ganz zufrieden“, erklärte Jonathan Vetter hinterher lachend.
In Runde drei traf er am Donnerstagmorgen dann auf den Amerikaner Matthew Requa, der sich in der Qualifikation mit Rang 49 noch hinter ihm platzierte. Das Match verhieß also Spannung pur und hielt dieses Versprechen auch bis zum letzten Pfeil. Denn nach fünf Passen (26:30, 29:27, 29:29, 28:27, 25:27) lagen beide gleich auf und so musste erneut ein Stechschuss entscheiden. Dieser ging bei Ringgleichheit (8 Ringe) aufgrund der besseren Lage an den Amerikaner.
Zu Ende war der Weltcup für Jonathan Vetter damit aber noch nicht, denn mit dem Herren Recurve Team stand er am Nachmittag noch einmal an der Schießlinie und kämpfte um den Einzug ins Viertelfinale. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch gegen die stark agierende Türkei, die anschließend Südkorea bezwingen konnte und am Sonntag im Goldfinale steht, aus.

Weiter im Weltcup geht es noch immer für Jennifer Wenzl, denn trotz ihres Ausscheidens in Runde eins der Elimination, ist für die Compound Schützin bei ihrem zweiten Weltcup Einsatz nicht Schluss. Wie Vetter kämpfte auch sie mit dem Team um den Einzug in die nächste Runde.
Mit einem knappen 224:223 setzte sich das deutsche Damen Team dann gegen die klar favorisierten Niederländerinnen durch. Mit einer deutlichen Steigerung ihrer Leistung gegenüber der Qualifikation erreichte das Trio so das Halbfinale. In diesem verloren sie zwar gegen Großbritannien (221:227), stehen damit jedoch auch völlig unerwartet am Samstag, 06. Juli, im Bronzefinale. Das Match gegen die USA kann dann live um 9.30 Uhr auf YouTube oder in einer Zusammenfassung im ZDF (13.00 Uhr und 16.15 Uhr) angeschaut werden.

In ihrem Einzelwettkampf zuvor hatte Jennifer Wenzl bereits in der Qualifikation mit dem Wind ganz schön zu kämpfen und landete mit 612 Ringe auf Platz 37. Gegen die Britin Susan Corless zog Wenzl bereits in Runde eins den Kürzeren (125:120). Nachdem sie von Beginn an in Rückstand lag, lief sie diesem auch bis zur vorletzten Passe hinterher. Hier schaffte die Schützin vom SV Weil im Schönbuch dann den ersehnten Ausgleich, unterlag aber im Anschluss mit zweimal sechs Ringen. Offen heraus gestand die 21-Jährige nach ihrem Match: „Ich habe mir vor der letzten Passe gedacht, jetzt habe ich aufgeholt, und das schaffe ich. Dann kommt der Kopf, und dann war es vorbei. Deswegen bin ich natürlich schon enttäuscht. Das war alles neu und groß, und die Aufregung war viel größer als bei einem normalen Wettkampf.“

Verfolgen können Sie die weiteren Wettkämpfe über den World Archery Kanal bei YouTube.

 

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